Sprachstörungen
im Verlauf einer dementiellen Erkrankung
Prof. Dr.Hans Gutzmann
Krankenhaus
Hedwigshöhe, Berlin
Als frühe Symptome gelten gelegentliche
Wortfindungsstörungen und eine weniger artikulierte und flüssige Sprache. Im
weiteren Verlauf wird die Sprache informationsärmer, bleibt dabei aber meist
noch so flüssig, dass im normalen gesellschaftlichen Umgang keine Einbußen
deutlich werden müssen. Bei einer manifesten Demenz findet sich eine weitere,
durch Wortfindungsstörungen geprägte Verarmung und nicht selten eine
Reduzierung auf einfache Sprachfiguren, die auch Dritten rasch auffallen. Das
Lesen und Schreiben bereiten zunehmend Probleme. Schwierigkeiten, dem
Gesprächsablauf zu folgen werden deutlich, wobei sich die
Sprachverständnisstörungen oft als größer erweisen, als unmittelbar ersichtlich
ist. Die Sätze umfassen im weiteren Voranschreiten der Erkrankung nur noch
wenige Worte, auch häufen sich sinnleere Wortwiederholungen (Logoklonien).
Schließlich findet sich ein ständiges Danebenreden bis hin zum völligen Verlust
einer kohärenten Sprache