Evaluation des Aspirationsschutzes blockbarer
Trachealkanülen
Ursula Winklmaier
Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik,
Heidelberg
Hintergrund: Ziel der vorliegenden experimentellen Studie war die Bewertung des Aspirationsschutzes von geblockten Trachealkanülen gegenüber Wasser und künstlich hergestelltem Speichel. Weiterhin wurden Herstellerunterschiede im Dichtheitsverhalten und der Einfluss der Kanülengröße überprüft.
Material und Methoden: Unter Verwendung von konservierten Schweineluftröhren wurden drei Tubustypen TRACOE® vario, Rüsch Ultra-Tracheoflex® und Portex Blue Line Ultra™ der Prüfung ihres Dichtheitsverhaltens gegenüber sechs ml Wasser bzw. künstlichem Speichel unterzogen. Die Verlustmenge wurde nach fünf, zehn und fünfzehn Minuten gemessen.
Ergebnisse: Es konnte nachgewiesen werden, dass die Konsistenz der Testflüssigkeit und die Herstellerunterschiede das Messergebnis statistisch signifikant (p<0.05) beeinflussen. Die Hypothese auf Gleichheit der Leckage bei Kanülengrößen von sieben und acht mm konnte nicht abgelehnt werden (p=1.000).
Schlussfolgerung: Blockbare Trachealkanülen verhindern zwar weitgehend das Eindringen von künstlichem Speichel in die unteren Luftwege. Eine Aspiration von Wasser kann durch die Blockung nicht verhindert werden.
Schlüsselwörter: Aspiration - Tracheostomie – Trachealkanülen - Leckage – Niederdruckcuff
Literatur:
Winklmaier U,
Wüst K & Wallner F (2005). Evaluation des Aspirationsschutzes blockbarer
Trachealkanülen. In: HNO Springer-Verlag GmbH. Online publiziert: 24. Mai 2005. URL: http://dx.doi.org/10.1007/s00106-005-1263-9
(Abruf: 2005-10-10)