Was bedeutet „therapieren“? Annäherung an das Berufsbild und die berufliche Praxis in der Logopädie

 

Emmanuelle Lederlé (emmanuelle.lederlé@wanadoo.fr)

Université de Nancy

Université de Mont Saint-Aigan

Nancy, France

 

Der Inhalt dieses einführenden Essays basiert auf den Fragestellungen, die sich aus dem für diesen Kongress gewählten Titel ergaben: „Die kulturelle Vielfalt in einem mehrsprachigen Europa: Eine Herausforderung für Logopäden/innen“. Mir schien es erforderlich, einige Begriffe zu klären und ihre kontextuelle Bedeutung herauszuarbeiten.

Aus soziolinguistischer Perspektive muss im Rahmen einer Untersuchung der mit diesen Begriffen verbundenen Konzepten herausgefunden werden, welche Entwürfe unterschiedliche Mitglieder einer Sprachgemeinschaft entwickelt haben und welche dieser Entwürfe innerhalb der Sprachgemeinschaft von den Berufstätigen und Fachleuten im Bereich der Logopädie stammen.

Die unterschiedliche Art und Weise, wie dieser Beruf in den einzelnen Ländern wahrgenommen und ausgeübt wird, war und ist Gegenstand zahlreicher Beratungen innerhalb der Ausschüsse der CPLOL.

Angesichts des Umfangs der Aufgabe besteht unser Ziel nicht darin, die unserem Beruf zugrundeliegenden Konzepte in jedem europäischen Land zu untersuchen, sondern Überlegungen anzustellen und anzuregen, die sich aus dem Datenmaterial zu diesem Berufsfeld ergeben, das im Rahmen einer sprachwissenschaftlichen Doktorarbeit in Frankreich vorgelegt wurde. Dieser Vortrag beleuchtet das Thema aus einer interaktionalen Perspektive und wird Begriffe wie „Therapie“, „Ko-Konstruktion“, „Wissen“ und „savoir-faire“ untersuchen. Das Berufsfeld wird unter mehreren Gesichtpunkten betrachtet.

 

Schlüsselwörter: Therapie, Interaktion, gemeinsamer Aufbau, Berufspraktiken, Vertretungen