Kindliche Sprachstörungen: Vergleichende Untersuchung der logopädischen Versorgung von mehrsprachigen spracherwerbsgestörten Kindern in Deutschland und Großbritannien

 

Christine Lachmann (ch.lachmann@gmx.net)
Munich, Germany

 

Schwerpunkt des Vortrags ist ein Systemvergleich Deutschland – Großbritannien in  Bezug auf das Therapieangebot für zwei- und mehrsprachige Kinder unter folgenden Gesichtspunkten:

-          Benutzung von standardisiertem Diagnostikmaterial, Auswertung der Ergebnisse

-          Hinzuziehung von Dolmetschern in der Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen

-          Einsatz von zweisprachigen Logopädie-Assistenten in Diagnostik und Therapie

-          Sonstige Möglichkeiten der Diagnostik in einer anderen als der Muttersprache des Therapeuten

-          Bedeutung von Informationen über den kulturellen Hintergrund der Patienten

-          Sprachstörung versus Schwierigkeiten beim Zweitspracherwerb

-          Einbeziehung der Eltern in die Therapie

-          Sprachgebrauch in mehrsprachigen Familien: Empfehlungen des Therapeuten

-          Therapiemöglichkeiten in einer anderen als der Muttersprache des Therapeuten

Abschließend sollen aus den Ergebnissen Empfehlungen für die Verbesserung der Logopädenausbildung und des Therapieangebots für mehrsprachige Patienten abgeleitet werden, denn angesichts der wachsenden Mobilität muss sich der Logopädiebereich auf ein zunehmend mehrsprachiges und multikulturelles Europa einstellen.

 

Schlüsselwörter: Sprachstörungen bei mehrsprachigen Kindern, SES vs. Zweitspracherwerb, Diagnostikmethoden, Einsatz von Dolmetschern