Welchen Einfluss haben
kulturübergreifende Ähnlichkeiten und Unterschiede im Spiel von Eltern und
Therapeuten auf den Therapieverlauf bei Kindern mit Kommunikationsstörungen?
Research
Institute of Health and Social Change
Faculty
of Health and Social Care
Sprach-
und Spielentwicklung hängen eng miteinander zusammen (McCune-Nicolich,
1986; Ogura, 1991). Erwiesenermaßen gibt es jedoch
weltweit große Unterschiede beim Spielen und bei der Haltung gegenüber dem
Spielen (z.B. Lancy, 1996). Die kulturellen Einflüsse
auf Menschen, die in Europa leben (sowohl auf die Eltern von Kindern mit
Kommunikationsstörungen als auch auf die Praktiker, die mit ihnen arbeiten),
werden immer größer. Logopäden/innen im Vereinigten Königreich und andernorts
setzen das Spiel häufig als Behandlungsmethode bei Kindern mit
Kommunikationsstörungen unterschiedlicher Art ein.
Um
das Spiel bei der Arbeit mit Familien, in denen ein Kind unter
Kommunikationsstörungen leidet, erfolgreich einsetzen zu können, müssen die
vorstehend genannten Faktoren berücksichtigt werden. Logopäden/innen müssen die
möglichen Unterschiede, die bei der Beurteilung des Spiels zwischen den
Vorstellungen der Eltern und ihren eigenen Vorstellungen bestehen können,
anerkennen und die Vielfalt der kulturellen Einflüsse auf die Eltern verstehen.
Wir
wollen uns einigen dieser Themen annehmen und werden dabei Daten zweier Studien
aus dem Vereinigten Königreich vorstellen und relevante Aspekte verschiedener
Spiel- und Kulturtheorien berücksichtigen.
Schließlich
werden die Folgen für eine angemessene Versorgung der Menschen in Europa
diskutiert.
Schlüsselwörter:
Spiel, Eltern, kulturübergreifende Einflüsse