Welchen Einfluss haben kulturübergreifende Ähnlichkeiten und Unterschiede im Spiel von Eltern und Therapeuten auf den Therapieverlauf bei Kindern mit Kommunikationsstörungen?

 

Julie Phillips (j.m.philips@mmu.ac.uk)  
Juliet Goldbart
Julie Marshall

Research Institute of Health and Social Change

Faculty of Health and Social Care

Manchester Metropolitan University

Manchester, United Kingdom

 

Sprach- und Spielentwicklung hängen eng miteinander zusammen (McCune-Nicolich, 1986; Ogura, 1991). Erwiesenermaßen gibt es jedoch weltweit große Unterschiede beim Spielen und bei der Haltung gegenüber dem Spielen (z.B. Lancy, 1996). Die kulturellen Einflüsse auf Menschen, die in Europa leben (sowohl auf die Eltern von Kindern mit Kommunikationsstörungen als auch auf die Praktiker, die mit ihnen arbeiten), werden immer größer. Logopäden/innen im Vereinigten Königreich und andernorts setzen das Spiel häufig als Behandlungsmethode bei Kindern mit Kommunikationsstörungen unterschiedlicher Art ein.

Um das Spiel bei der Arbeit mit Familien, in denen ein Kind unter Kommunikationsstörungen leidet, erfolgreich einsetzen zu können, müssen die vorstehend genannten Faktoren berücksichtigt werden. Logopäden/innen müssen die möglichen Unterschiede, die bei der Beurteilung des Spiels zwischen den Vorstellungen der Eltern und ihren eigenen Vorstellungen bestehen können, anerkennen und die Vielfalt der kulturellen Einflüsse auf die Eltern verstehen.

Wir wollen uns einigen dieser Themen annehmen und werden dabei Daten zweier Studien aus dem Vereinigten Königreich vorstellen und relevante Aspekte verschiedener Spiel- und Kulturtheorien berücksichtigen.

Schließlich werden die Folgen für eine angemessene Versorgung der Menschen in Europa diskutiert.

 

Schlüsselwörter: Spiel, Eltern, kulturübergreifende Einflüsse